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Hypnotherapie - Fortbildung (M.E.G.) 2016

MEG 97
Teilnehmer am MEG-Curriculum 1997

 

Die Nachfrage nach neueren Ansätzen der Klinischen Hypnose als psychotherapeutischer Interventionsmethode hat in den letzten Jahren stark zugenommen, vermutlich, weil die Arbeit des amerikanischen Psychiaters Milton H. Erickson (1901-1980), der als der bedeutendste Praktiker und Lehrer dieser Form der Kurzzeitpsychotherapie angesehen werden kann, im deutschen Sprachraum immer bekannter wird. Das MEI-Berlin bietet das Curriculum der Milton Erickson Gesellschaft München (M.E.G.) als eine spezialisierende wissenschaftliche Zusatzausbildung an. Die Ausbildungsinhalte der Zusatzausbildung werden in den Seminaren durch klinische Demonstrationen, einübende Praxis, Selbsterfahrung und Theorieeinheiten vermittelt und in der Regel mit dem Zertifikat "Klinische Hypnose (M.E.G.)" für PsychotherapeutInnen abgeschlossen.

Das Curriculum (Kurz-Übersicht) besteht aus:

Teilnahmeberechtigung für die Zertifizierung "Klinische Hypnose": approbierte Diplom-Psychologen und Ärzte, die schon in einem anderen psychotherapeutischen Verfahren ausgebildet sind und mindestens 1 Jahr psychotherapeutisch arbeiten. Bedingung ist die Teilnahme an allen Seminaren, der Supervision und der Falldarstellung zweier erfolgreicher Hypnotherapien.

 

 

Klinische Hypnose:

Dr. Milton H. Erickson (1901-1980), schloß seine Ausbildung als Psychiater und Psychologe im Jahre 1929 ab. Schon früh wurde sein Interesse an Hypnose durch den Verhaltenspsychologen C. Hull geweckt. Für den Rest seines Lebens hat Erickson dann daran gearbeitet, Prinzipien einer wirksamen Psychotherapie zu entdecken, anzuwenden und zu lehren. Obwohl Erickson eine Vielfalt origineller Lösungsstrategien (strategischer Ansatz) entwarf und das therapeutische Interventionsrepertoire ganz wesentlich durch seine hypnotherapeutischen Ansätze bereicherte, bestand sein eigentliches Genie wohl darin, klientenspezifische Persönlichkeitseigenschaften, Fähigkeiten, Lebenserfahrungen und Erinnerungen als therapeutische Ressourcen so zu aktivieren (Ressourcen- statt Defizit-Orientierung), daß sie dem Klienten zur Realisierung seiner eigenen Ziele wirkungsvoll verhelfen (Utilisationsansatz statt Widerstandsdeutung). Gerade dieser kreative Ansatz ermöglichte es ihm, dem Klienten in seiner subjektiven Welt zu begegnen und somit manchmal schnelle und gewissermaßen genial-einfache Lösungen oder Wege zur Veränderung zu finden. Dabei stellte Erickson sowohl die bewertungsfreie Akzeptanz der präsentierten Probleme als auch den aktiven Vorgang die Selbst-Entdeckung des Klienten und die Entwicklung der jeweils individuellen Fähigkeiten in den Vordergrund der therapeutischen Arbeit.

Zur Verbreitung seiner Ansätze haben u.a. Psychotherapeuten wie J. Haley, S. Gilligan, E. Rossi, P. Watzlawick, J. Weakland, J.K. Zeig im englischen Sprachraum viel beigetragen, während im deutschen Sprachraum u.a. Theoretiker und Praktiker, die der MEG nahestehen, auf Hypnotherapie-Tagungen und Kongressen, in Zeitschriften und Buch-Publikationen viel für die Weiterentwicklung dieser Ansätze und ihrer Verbindung mit anderen Therapieschulen getan haben. Auch sind inzwischen die gesammelten Werke von Erickson ins Deutsche übersetzt, und es finden regelmäßig (von verschiedenen Hypnose-Gesellschaften organisiert) große Tagungen und Kongresse zur Hypnose statt. Dadurch ist für viele Therapeuten und Therapeutinnen deutlich geworden, welche Stärken die "Therapie in Trance" hat, und daß man hypnotherapeutische Vorgehensweisen gut in andere Therapieschulen integrieren kann.

 

Inhalte des Curriculums (Übersicht)

  1. GRUNDKURSE
    B1 Prinzipien der Ericksonschen Hypnose und Therapie (Grundanschauungen und anthropologische Prämissen Ericksons * Nutzung der individuellen Sichtweisen und unbewußten Prozesse beim Klienten * Unbewußte und bewußte Veränderungen körperlicher und psychischer Vorgänge durch Vorstellung und Suggestion * einfache Tranceinduktionen * Überblick und Beispiele für Ericksonsche Behandlungsstrategien * ev. Video-Beispiele)
    B2 Rapport: Verbale und nonverbale Kommunikation
    (Gestaltung des Rapports durch Pacing und Leading * Nutzung verbaler und nonverbaler Kommunikationsmöglichkeiten * Sprachliche und nichtsprachliche Hinweise auf Repräsentations-Systeme * Verhaltensmuster und kognitive Stile des Klienten * Techniken des "Ankerns")
    B3 Indirekte Kommunikation und Induktion (Sprachliches Meta-Modell * Inverses Meta-Modell [Milton-Modell] * Formen indirekter Suggestion * Beiläufige Induktionen, Dritt-Induktionen, Konversationstrance * Einstreutechniken)
    B4 Nutzung von Trancephänomenen I: Dissoziation
    (Methoden der Trancevertiefung * Nutzung ideomotorischer Bewegungen und anderer unbewußter Signale * posthypnotische Suggestionen * Arbeit mit Subsystemen und Utilisation von Problemtrancen)
    B5 Nutzung von Trancephänomenen II: Reorientierung in der Zeit
    (Aktivierung und Therapie traumatischer Erfahrungen * Regressive Neukonstruktionen * Zeitprogression * Reparentirisierung * Indikation und Kontraindikation in der Hypnose)
    B6 Nutzung von Trancephänomenen III: Strategische Aspekte
    (Arbeit mit Symbolen * Amnesie und Hypermnesie * Konfusionstechniken * Therapeutische Doppelbindung * Paradoxien und Umdeutung)
    B7 Therapeutische Geschichten und Metaphern
    (Gestaltung und Nutzung von Anekdoten und Metaphern * Klienten- und Therapeuten-Metaphern * Divergente Vermittlung von Veränderungs-Ideen * Auslösung innerer Suchprozesse * Gestufte, Ketten- und Übersetzungs-Metaphern)
    B8 Integration und spezielle Anwendungen (Erkennen und therapeutische Nutzung individueller Gegebenheiten * Minimale strategische Veränderung * Transformation von Symptomen in Ressourcen * Vor- und Nachteile einzelner hypnotherapeutischer Techniken [direkte/ indirekte Verfahren, paradoxes/ kongruentes Vorgehen u.a.] in Abhängigkeit von der Therapeut-Klient-Interaktion * Integrationsmöglichkeiten mit anderen Therapieformen

  2. ANWENDUNGS bzw. VERTIEFUNGS-SEMINARE
    z.B. Reframing, Therapie von Depression, Therapie von Schuld und Scham, Schmerzbeeinflussung, Suchtverhalten, Therapie von Angst- und Panik-Störungen, Strategische Therapie und paradoxe Interventionen, Hypnose und Familientherapie, Systemische Sexualtherapie und Hypnose, Mentales Training und Leistungssteigerung, Therapie von Abhängigkeiten und Gewohnheiten, Hypnose und Psychosomatik.

  3. SUPERVISION
    mindestens 50 Stunden (a 45 min) inkl. der Darstellung von zwei eigenen Fallberichten, in denen mit hypnotherapeutischen Methoden gearbeitet wird. Über die Qualität der Falldarstellungen entscheidet der Supervisor.

Wenn Sie an einer Anmeldung interessiert sind, dann schicken Sie uns bitte die relevanten Angaben per Post zu (schriftliches Anmeldeformular siehe auch ganz unten):

Ihren Hochschulabschluß und Ihren beruflichen Werdegang,

Ihre vorangegangenen therapeutischen Ausbildungen,

Ihre Gründe für Ihr jetziges Interesse an der Hypnotherapie,

sowie einen Verrechnungsscheck über 290 für das B1-Seminar oder den Beleg der Überweisung auf das Konto: Wolfgang Lenk, Berliner Bank, IBAN: DE 31 100 70848 0307 45 23 00 - (BLZ 100 708 48 , Ko-Nr. 307 45 23 00).

 

Die Termine für die AUSBILDUNGSGRUPPE 2016 sind (als pdf-Download):

B1 "Prinzipien Ericksonscher Hypnose" 04.-05. Juni 2016 W. Lenk
B2 "Verbale und nonverbale Kommunikation" 09.-10. Juli 2016 W. Lenk
B3 "Indirekte Kommunikation und Induktion" 10.-11. September 2016
H. Krutiak
B4 "Nutzung von Dissoziationen" 15.-16. Oktober 2016 O. Meiss
B5 "Reorientierung in der Zeit" 26.-27. November 2016 W. Lenk
B6 "Strategische Aspekte der Hypnose" 14.-15. Januar 2017 W. Lenk
B7 "Therapeutische Metaphern" 111.-12. Februar 2017 O. Meiss
B8 "Integrationen, spezielle Anwendungen" 01.-02. April 2017 W. Lenk

 

 

ORT: Berlin, Schwulenberatung Wilhelmstraße 115, 10963 Berlin, Stadtplanausschnitt
  Nähe U-Bahn-Station Kochstraße, Nähe S-Bahn-Station Anhalter Bahnhof
  Parkplatzsuche: www.parkopedia.de
   
‹BERNACHTUNG:  Hotelkontakte unter† Berlin Tourismus Marketing, Tel: 030 - 25 00 25
   
KOSTEN: 290.- € je Seminar
  (AGB und Bankverbindung)
   
HINWEIS: Zertifiziert von der Berliner Psychotherapeutenkammer
 

Zertifizierung von der Berliner Ärztekammer anerkannt (die Anerkennung wird von der Psychotherapeutenkammer übernommen)

 

 

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